Carnets Noircis – Aus den Memoiren von Rudolf Rocker
Carnets Noircis – Aus den Memoiren des Anarchisten Rudolf Rocker; Lesung und Vortrag mit Tilo Steireif
Datum/Zeit Date(s) - 10/04/2026 19:00 - 21:00
Eine Zeichnung in deeren Mitte ein Mann mit Schlagstock steht. Er sagt etwas in Sprechblasen. Die Zeichnung ist oben abgeschnitten, der Text ist nicht gänzlich erkennbar. Hände reichen der Figur in der Mitte Blätter auf denen die Namen: Armand Matha, Charles Malato, Elisé Gastar, Emile Pouget, Peter Kropotkine, George Brunet und Jean Grave erkennbar sindOrt: Museum des Kapitalismus – Köpenicker Str. 172 – 10997 Berlin
Von 2016 bis 2024 fertigte Tilo Steireif 250 Kohlezeichnungen in zwei dicken Skizzenbüchern zu den Memoiren von Rudolf Rocker an, der 1873 in Deutschland geboren wurde. Diese Memoiren erzählen vom Widerstand gegen staatliche Gewalt, vom ständigen Bedürfnis, in der anarchistischen Welt zu veröffentlichen und die Kultur in den Mittelpunkt aller Formen der Emanzipation zu stellen.
Für Leser, die an große historische Darstellungen gewöhnt sind, werden diese beiden Notizbücher hoffentlich eine Überraschung sein. Sie schildern Rockers Erfahrungen und seine persönliche Wahrnehmung der Ereignisse vor einem spezifischen historischen Hintergrund. Sie thematisieren auch den Widerstand gegen staatliche Gewalt, die anarchistische Kultur von Zeitschriften und flüchtigen Schriften…
Diese fragmentarische und illustrierte Erzählung wird von einem Text des Historikers und Anarchismus-forschers Florian Eitel begleitet, der den historischen Kontext liefert.
„Meine Notizbücher wurden durch das CIRA (Internationales Zentrum für Anarchistische Studien) in Lausanne, Schweiz, bereichert. Dank Rockers Buch, das mich viele Jahre lang begleitete, gewann ich ein tieferes Verständnis für die Arbeiterklasse und ihre Kämpfe in Europa. Besonders interessierte mich die wichtige Rolle libertärer Zeitschriften und Mikropublikationen für einen Teil der Bevölkerung und der Arbeiterklasse (Anarchisten wie Nicht-Anarchisten), die ihre eigenen Mittel zur Emanzipation, zum politischen Kampf und zur Bildung entwickelten.“
Die beiden Skizzenbände sind bei Edition Haus am Gern erschienen.
Tilo Steireif, geboren 1969 in Lausanne, ist Künstler, Dozent und Mitglied des Kollektivs BECBED. Er arbeitet zur Frage, wie Kunst Emanzipation ermöglicht und utopische Potenziale im Hier und Jetzt freisetzt. In seinen Publikationen und Vorträgen stützt er sich auf Bücher und Konzepte von Autor*innen wie dem Schweizer Schriftsteller Robert Walser, dem Denker Walter Benjamin, dem Architekten Giancarlo de Carlo, dem Anarchosyndikalisten Rudolf Rocker sowie der Pädagogin Margherita Zoebeli und dem Kunsthistoriker Ananda Coomaraswamy.
Ort: Museum des Kapitalismus – Köpenicker Str. 172 – 10997 Berlin
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https://bibliothekderfreien.de/events/carnets-noircis-rudolf-rocker-1873-les...
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Bibliothek der Freien== Anarchistische Bücherei im Haus der Demokratie Greifswalder Str. 4, 10405 Berlin http://www.BibliothekderFreien.de
Teilnehmer (1)
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Karl Dietz